Notiz Nr.

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27.05.2026

Kündigung ist eine Revision.

Wenn jemand geht, prüft sich das System selbst. Was du in den Wochen danach siehst, sagt mehr über deine Strukturen als jedes Organigramm.

Du merkst erst wie viel in einem einzigen Kopf steckt wenn dieser Kopf kündigt.

Die Buchhalterin ist seit vierzehn Jahren da. Kennt jeden Kunden, jede Ausnahme, jeden Grund warum man das damals genau so gemacht hat und nicht anders.

Dann reicht sie ihre Kündigung ein und auf einmal merkt man, dass das meiste davon nirgends steht ausser in ihrem Kopf.

Am Ende sind es mit Glück tatsächlich zwei Wochen Übergabe für etwas, das über vierzehn Jahre gewachsen ist. Das ist nicht ihr Fehler, denn es hat ihr nie jemand gesagt schreib das auf, es lief ja.

Solange sie da war hat das System funktioniert, weil sie das System war. Eine Kündigung bringt eigentlich nichts Neues. Sie macht nur sichtbar wie viel im Betrieb an einer einzigen Person hing und nie irgendwo festgehalten wurde.

Darum ist eine Kündigung im Grunde eine Revision.

Wie viel bei dir nur in Köpfen steckt, zeigt eine Standortbestimmung deines Unternehmens.

Diese Notiz kommt aus meiner Arbeit mit KMU im Wandel. Wenn dir davon etwas bekannt vorkommt, gibt es einen einfachen ersten Schritt.